
Hintergrund
Für unzählige Menschen mit einer Erkrankung des Blut- oder Immunsystems ist eine Transplantation von Stammzellen die letzte Hoffung auf Heilung. Leider ist es sehr schwierig, passende Spender zu finden, wenn nicht glücklicherweise ein Familienmitglied vorhanden ist, welches den selben Bluttyp hat. Es ist daher dringend nötig, ein Register zu führen, in welchem möglichst viele potentielle Spender eingetragen sind, sodass für die Erkrankten leicher ein "Match" gefunden werden kann. In der Schweiz sind gerade einmal 0,28% der Bevölkerung als potentielle Spender registriert.
Strategie
In einem ersten Schritt wird eine Informations- und Sensibilisierungsaktion geplant. Hierzu sollen die Studierenden der Universitäten Lausanne (UNIL), Genf (UNIGE) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) zum Thema Stammzellspende sensibilisiert werden. Danach ist eine Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren im Bereich der Stammzelltransplantation geplant, unter anderem die Stiftung für Stammzellspende, dem Waadtländer Blutspendezentrum, dem Schweizerischen Roten Kreuz und Swisstransplant. Diese Zusammenarbeit ist essentiell, da parallel zur Information der Studierenden die Möglichkeit bestehen soll, dass sich Interessierte an Veranstaltungen wie Blutspendetagen direkt ins Register eintragen lassen können.
Weiteres Vorgehen
Im Dezember 2009 wurden an den Blutspendetagen an verschiedenen Orten der Universitäten Lausanne, Genf und der ETH Lausanne Informationsstände betrieben. An den Ständen konnten sich Interessierte anhand von Postern, Broschüren und im Gespräch mit engagierten Medizinstudierenden über die Eintragung im Register für Blutstammzellen informieren. Für den Frühling und Sommer 2010 beginnt dann die Sponsorensuche, um den erfolgreichen Pilotversuch vom letzten Jahr auf grösserer Ebene fortzusetzen. Hierzu wird aber finanzielle Unterstützung und Infrastruktur nötig sein, um die benötigten Helfer auszubilden und das Projekt auf die ganze Schweiz auszuweiten.
Ziele
Was die Kampagne angeht, ist das Ziel, dass mindestens ein Drittel der potentiellen Spender direkte Informationen und das entsprechende Formular erhält und danach mehr als 10% sich als potentielle Spender registrieren lassen.
Langfristig sollen durch die enge Verknüpfung mit studentischen Aktivitäten die Einschreibungen in das Register um 25% erhöht werden. Diese Zahl basiert auf den Daten des Gründungslandes von Marrow, Grossbritannien. Dort konnte durch dieses von Studenten getragene Projekt die Zahl der Eintragungen für potentielle Stammzellspenden massiv erhöht werden.
