Amitié Hispaniola
Amitié Hispaniola wurde an der Swiss Competition "BE.Project - turn your idea into reality!" der Bearing Point Consulting als das sozial engagierteste Projekt ausgezeichnet.
siehe Zertifikat Projektwettbewerb
Kontext
Weshalb humanitäre Hilfe in Haiti?
Das vom Erdbeben Anfangs 2010 wieder ins Bewusstsein der Menschen gerüttelte Land ist geprägt von einer Geschichte des Elends. Nicht erst seit dem Januar 2010 befindet sich das Land in einer dramatischen Situation. Auf den Strassen türmte sich schon lange zuvor der Abfall und die Verzweiflung und die durch anhaltende Traumatisierung hervorgerufene Gleichgültigkeit haben sich nicht von einem Tag auf den anderen in die Augen der Menschen eingeschlichen. IKRK (Internationales Rotes Kreuz), MSF (Médecins sans frontières), ECHO (europäisches Amt für humanitäre Hilfe): Kaum eine grössere humanitäre Organisation fehlt auf der Liste der Helfer.
Es steht ausser Zweifel, die Haitianer sind in einer schier unlösbaren Situation und brauchen deshalb die Hilfe von aussen.
Obwohl viele Organisationen motiviert sind zu helfen, bringt Hilfe immer auch neue Probleme mit sich: oft werden Abhängigkeiten kreiert oder ganze Wirtschaftszweige untergraben. Unterstützung ist wichtig, doch immer mehr wird klar, dass diese wohl überlegt und gut koordiniert erfolgen muss.
Strategie
Medizinstudierende unterstützen haitianisches Spital
Bereits im März 2009 hat sich in Zürich ein Team von Medizinstudenten zusammengeschlossen, um ein haitianisches Spital zu unterstützen und so Erfahrungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu sammeln. Nach dem fatalen Erdbeben und der Choleraepidemie dieses Jahr ist ihr Projekt dringender nötig denn je. Der Fokus war von Anfang an auf eine nachhaltige Hilfeleistung gerichtet, da Haiti auf längerfristige Entwicklungszusammenarbeit angewiesen ist. Deshalb waren auch die ersten Schritte des Projektteams darauf ausgerichtet, eine feste Partnerschaft mit einem haitianischen Spital aufzubauen. Eine Studentin war 2009 selbst vor Ort und machte sich ein Bild über die Situation in Haiti. Die Lage des Gesundheitssystems war schon damals prekär, doch die Bemühungen einzelner Haitianer für kleine Verbesserungen waren beeindruckend. So wurde von den Medizinstudenten das Projekt Amitié Hispaniola gegründet, das mit der haitianisch-amerikanischen Organisation ?Konbit Santé? zusammenarbeitet und das Hôpital Justinien in Cap Haïtien unterstützt.
Ziele
Zusammenarbeit fördern
Amitié Hispaniola konzentriert sich vor allem auf Hilfe in Form von konkreten medizinischen Gütern, um die Korruption zu verhindern. Durch die guten Kontakte mit Emmanuela Norceide (Hôpital Justinien) und Nathan Nickerson (Konbit Santé) will das Projekt eine enge und den Bedürfnissen des Partnerspitals angepasste Zusammenarbeit ermöglichen und den Missbrauch der Güter vermeiden. Im Gegenzug können Schweizer Medizinstudenten im Hôpital Justinien Praktika absolvieren.
Aus den weiter oben genannten Gründen fokussiert sich das Projekt auf Nachhaltigkeit und Kontinuität des Projektes. Nicht zuletzt wird mit diesem Projekt das Interesse und Engagement der Medizinstudenten für Entwicklungszusammenarbeit gefördert.
Erste Lieferung
Im Sommer 2010 wurde die erste Lieferung von Medizinalgütern nach Haiti geschickt.
Die offizielle Homepage des Projektes ist zu finden unter www.amitiehispaniola.ch
